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Brief, Results & Videos CIAT KSIAZ 2015


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CIAT in Schloss Ksiaz, Polen,

 17.-19. Juli 2015

 

Das Staatsgestüt in Schloss Ksiaz ist das deutliche Symbol für die Traditionslinien, die in dem dort veranstalteten CIAT zusammenlaufen. Die Tradition der Pferdezucht, die elegante und durchdachte Architektur der Gestütsgebäude – man denke nur an die Reithalle – und die repräsentative Schönheit des Schlosses auf seinem hohen Felsen.

Das CIAT dort verbindet diese Traditionslinien in idealer Weise. Die schönsten Pferde werden in sicherem Gehorsam und im harmonischen Einklang mit dem Willen des Fahrers vorgeführt. Da fahren Gespanne vor von anspruchsvoller städtischer Eleganz ebenso wie authentische ländliche Gespanne, vorgeführt vom Fahrer in der Tracht der Berge der Tatra. Und man muss erst einmal die Begeisterung des sehr zahlreichen Publikums erlebt haben und den Schick und die Eleganz vor allem der Damen im Publikum, um zu verstehen, wie sehr das Ereignis den Charakter und die Leidenschaft der Polen trifft.

Dazu kommt die Kultur des Feierns: Das Fest der Nationen am Vorabend fand in einer sehr persönlichen und freundschaftlichen Atmosphäre statt. Die mitgebrachten regionalen Köstlichkeiten – sowohl fester als auch flüssiger Art – wurden mit Begeisterung und mit erstaunlichem Fassungsvermögen der Teilnehmer weitgehend aufgezehrt. Zwar waren die Polen fast ganz unter sich: Ein deutsches Gespann nahm teil und der Fahrer, der unter der Fahne Australiens antrat, lebt seit langem in Polen. Trotzdem waren die Maßstäbe, die von den Richtern ( Hartmuth Huber-D, Guiseppe del Grande-I, Bruno Kellinghusen-D) angelegt wurden, internationaler Standard.

Sechs Einspänner, elf Zweispänner, ein Pony-Dreispänner, zwei Vierspänner und ein Fünfspänner waren zu diesem Fest der Pferde gekommen. Die Gespanne führten städtische Eleganz mit edlen Karossiers vor vom Kutscher gefahrenem Mylord vor, auch typisch städtische Fiaker-Gespanne, aber auch ländliche Gespanne mit wunderbaren Pferden und von Fahrern in regionaler Tracht vorgestellt. Die Vierer- und der Fünferzug wurden von routinierten Fahrern und ebenso routinierten prächtigen Pferden präsentiert, die schließlich die Siegerehrung zum Ereignis der besonderen Art gestalteten: Die Ehrenrunde geriet zum Karussell, das von den Gespannen im scharfen Tempo, alle drei nebeneinander, vorgeführt wurde und sie schreckten nicht vor scharfen Wendungen in dieser Formation zurück. Die Vorführung machte tiefen Eindruck!

Kein Wunder, dass das Publikum in Begeisterungsstürme ausbrach.

Dass die meisten Preise auf ein und dasselbe Gespann von Roman Kusz entfielen, zeigte, dass dieses Gespann unter allen Gesichtspunkten eben vorbildlich zusammengestellt und gefahren wurde. Es kann, neben den Bemerkungen, die die Richter den Fahrern mitgaben, als Ansporn dienen, sich weiterzuentwickeln und das wunderbare Material, das vorgestellt wurde, noch besser darzustellen.

Fahrer, deren Gäste und das Publikum waren sich einig in ihrer Begeisterung für schöne Pferde, elegant herausgebrachte Gespanne und schick gekleidete Menschen, vor allem Damen. Das macht verständlich, wie treffend das Motto der Veranstaltung gewählt war, das dem Gedächtnis der letzten Fürstin in Ksiaz gewidmet war, Daisy von Pless, einer Ikone der Eleganz ihrer Zeit.

 

                                                                  Hartmuth Huber

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